Spatenstich - Vorfreude auf die neue Kinderkrippe

SPATENSTICH (c) V.M.
SPATENSTICH
Datum:
Di. 22. März 2022
Von:
NP Heike Schülein

Der Buchbacher Kindergarten erhält eine Krippe. Am Dienstagnachmittag erfolgte der Spatenstich für die Erweiterung. Die Bauzeit beträgt voraussichtlich ein Jahr.

Da war die Freude groß: Mit dem symbolischen Spatenstich durch Pfarrer Cyriac Chittukalam, Bürgermeister Thomas Löffler und Kinderpflegerin Christine Fröba begannen am Dienstag die Arbeiten für den Erweiterungsbau des katholischen Kindergartens St. Elisabeth Buchbach. Auch Jürgen Kolb vom Architekturbüro Müller aus Kronach sowie Valentin Exner von der Baufirma Witzgall aus Stammbach griffen zum Spaten, um damit den offiziellen Startschuss für das Projekt zu geben. Selbst einige Kindergartenkinder legten tüchtig Hand an und schleuderten dabei den Schotter nur so in die Luft, damit der Anbau schneller fertig wird. 

„Ich freue mich sehr, dass wir heute endlich Spatenstich feiern können“, strahlte der Bürgermeister. Corona-bedingt fand nur ein kleiner Festakt statt, an dem neben den jungen Hauptpersonen auch das Kita-Team, Vertreter des Elternbeirates, Mitarbeiter der Verwaltung, Gemeinderäte sowie Mitglieder der Kirchenverwaltung teilnahmen. Lange hatte man auf dieses Ereignis warten müssen. „Wenn die Kinder weiter so mit anpacken, dann kommen wir in vier Wochen wieder hierher zum Richtfest“, meinte ein Gast scherzhaft. 

Etwas länger werden die Dreikäsehochs aber doch warten müssen. Voraussichtlich im Frühjahr 2023 soll der Erweiterungsbau fertiggestellt werden. Bis dahin wird die Regelgruppe weiterhin das Ausweichquartier im sanierten ehemaligen Kindergarten in der Pfarrstraße nutzen. 

„Es war ein steiniger Weg“, räumte der Bürgermeister ein. Für das nach aktuellen Ausschreibungen mit rund 1,3 Millionen Euro veranschlagte Bauprojekt habe es vieler Abstimmungen bedurft, um die Wünsche und Anforderungen aller Beteiligten auf einen Nenner zu bringen. Dank gebühre insbesondere Bund und Land für die hohe Förderung sowie den Grundstücksnachbarn für den Verkauf ihres Grund und Bodens. „Die Kinder sind unsere Zukunft. Mit dem neuen Bauwerk werden sie ideale Rahmenbedingungen vorfinden“, zeigte sich Löffler sicher. Eine Kindergarten-Erweiterung sei für einen 450-Einwohner-Ort keinesfalls selbstverständlich; schaffen doch manch anderen Gemeinden zwecks Kosteneinsparung zentrale Kindergärten. Dankenswerterweise habe jedoch der Steinbacher Gemeinderat einstimmig beschlossen, an der dreigliedrigen Struktur festzuhalten. 

Kinderpflegerin Christine Fröba verlas die Ausführungen der Einrichtungsleiterin Anne Wicklein, die am Spatenstich nicht teilnehmen konnte. Dabei ging diese noch einmal auf den langen Weg der Entscheidungsfindung ein. Bereits im Januar 2018 habe man erkannt, so heißt es in dem Schreiben, dass es so nicht mehr weitergehen könne. Da schon damals der Kindergarten aus allen Nähten geplatzt sei, habe man sich an alle erdenklichen Stellen gewandt, von denen man Hilfe erwartet habe. Im Mai 2019 habe die Gemeinde eine Bedarfsermittlung durchgeführt. Fünf Monate später teilte das Erzbischöfliche Ordinariat Bamberg mit, dass sich die Kirche von dem Kindergartengebäude trennen möchte und keine weitere Erweiterung vorantreibt. Im Dezember 2019 wurde in der Gemeinderatssitzung die einrichtungsspezifische Bedarfsanerkennung beschlossen. 

Hierfür wie auch für die Übernahme des Gebäudes und alle Mühen, Anträge, Aufwendungen und Arbeiten in Zusammenhang mit dem Anbau dankte Anne Wicklein. Großer Dank gebühre auch dem engagierten Elternbeirat und den Eltern für deren Einsatz sowie dem Träger für die Nutzung des Ausweichquartiers, was zur räumlichen Entspannung beitrage. „Dieser Anbau ist das Ergebnis eines langen Prozesses mit vielen Gesprächen und ein guter Start in die Zukunft. Das Ziel ist für uns schon greifbar nah. Ein lang gehegter Wunsch von Groß und Klein scheint somit Realität zu werden“, resümierte die Leiterin des Kindergartens. 

Die Erweiterung habe die gleiche Größe wie der Bestand, nämlich 230 Quadratmeter umbaute Fläche, sagte Jürgen Kolb in Vertretung für Bauleiter Julian Schmidt. Dabei handelt es sich um eine Krippe, womit die bislang in einem Provisorium in der Regelgruppe untergebrachten Jüngsten endlich ihr eigenes Reich erhalten. Neben dem Gruppenraum kommen auch weitere Räumlichkeiten hinzu – beispielsweise ein Ruheraum, Sanitäranlagen, ein Bistro, eine Küche sowie Nebenräume. 

Der Anbau wird mit einem neuen gemeinsamen Eingang mit dem bestehenden Kindergarten verbunden – rechts gelangt man in den Bestand, links in die neuen Räume. Kolb zeigte sich zuversichtlich, den Auftrag fristgerecht und ohne Materialengpässe ausführen zu können. 

 

von Heike Schülein